Und es kam die Zeit…

Und es kam die Zeit: das letzte Lied war gesungen. Die Kinder traten den Weg nach Hause an. Geblieben sind freudvolle Erinnerungen an eine ereignisreiche Woche.

Nur wenige Tage zuvor führte uns der Weg vom Bahnhof Hinterzarten hinauf zur Altenvogtshütte. Sich wiedererkennende Gesichter begrüßen sich freundlich, neue Gesichter kommen hinzu und finden einen Weg in den Kreis. Da kommt doch glatt die Frage auf: „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Krokodil?“, „Einem Krokodil und was?“, „Na, je grüner, desto schwimmt es!“.

An der Hütte angekommen erkunden wir die verschiedenen Plätze, die Schaukel wird das erste Mal in Schwung gebracht und – hört gut hin – aus der Ferne ertönt ein Horn. Es ist Zeit, aus dem Wald zur Hütte zurückzukehren. Wer findet die passenden Holzscheite und so auch den Weg in die Kleingruppe?

Und wo kommen denn nur so plötzlich der Amerikaner Joe und sein französischer Freund Francois her? Große Ähnlichkeiten zu zwei unserer Teammitglieder stiften Verwirrung, doch die Unterschiede in Stimme, Akzent und Kleidung sind doch recht deutlich?! Nicht nur das Regelwerk, sondern auch die erste warme Mahlzeit hinterlassen uns die zwei freundlicherweise vor ihrer Abreise aus dem Schwarzwald.

Ein Abendspaziergang in den Kleingruppen, das erste gemeinsame Singen in der Jurte und alte Geschichten aus dem Schwarzwald leiten zur Nachtruhe ein. Selbst der alte Mathis vom Mathislehof beschenkte uns mit Tagebucheinträgen einer längst vergangenen Zeit. Doch mit Stillschweigen aus den Schlafzimmern ist am ersten Abend wohl kaum zu rechnen, sind doch die Kinder freudig beisammen…

Vier volle Tage verbrachten wir gemeinsam auf der Hütte und jeden Tag ereignete sich neues, eingebettet in sich wiederholende Elemente. Am frühen Morgen begrüßte uns die aufgehende Sonne am Weiher, dazu ein Klang, Flötentöne und Gesang – „Sonne steigt, Nebel schweigt, Nacht entschwindet leis“.

Nach dem Frühstück wird geplanscht und dabei beiläufig das Geschirr gespült, die Besen tanzen durch die Hütte und kleine Hände bereiten das Mittagsmahl vor. Die Unterkunft erfährt rundum liebevolle Pflege.

Das erste Lied des Tages ertönt, wir begleiten es mit dem ganzen Körper und bringen ihn in gemeinsamen Spielen noch stärker in Bewegung. Nun sind alle für den Tag bereit.

Und welch schöne Aktivitäten uns die Woche über im Anschluss erwarteten: Instrumente wurden geschnitzt, Kleidung gefärbt, das Frühstück und die Wanderung mit selbstgemachten Aufstrichen und Müsliriegeln verfeinert, Löffel hergestellt, Beeren im Wald gesammelt, mit Farben gearbeitet, Aktivitäten aus dem Zirkusleben erprobt und so viel mehr. Ein Highlight darf an keinem Tag fehlen: „Wir wollen einen Backflip sehen!“.

Die Sommerfreizeit dieses Jahres hat ein Ende gefunden, doch der Ruf aus dem nächsten Jahr ist stark und voller Freude gehen wir ihm entgegen…